360-degree tower simulator for DFS

Außergewöhnliches Rundum-Rückprojektionssystem

Einen ähnlichen Towersimulator findet man weltweit bisher nur in Israel. Dieser wurde ebenfalls von Viscon in Kooperation mit dem amerikanischen Softwarepartner UFA realisiert – für die Israel Airports Authority. Beim aktuellen Projekt war die Deutsche Flugsicherung der Auftraggeber.

Die Flugsicherungsausbildung wurde von der Deutschen Bundeswehr an die DFS übergeben. Die DFS-Tochter KAT (Kaufbeuren ATM Training) zeichnet nun für die Ausbildung verantwortlich. Dazu wurde ein modernisiertes Ausbildungszentrum im Fliegerhorst Kaufbeuren geschaffen.

Technische Details des Towersimulators

Herzstück des Simulatorzentrums ist der neue 360-Grad-Towersimulator, der zudem das Highlight bei der offiziellen Übergabe im Februar 2017 war. Die Details:

  • maßgeschneidertes Rückprojektionssystem
  • Inhalte werden über Umlenkspiegel auf Acrylglasscheiben projiziert.
  • Die Projektionsscheiben sind rund um die simulierten Arbeitsplätze positioniert
  • Hinter den Acryglasscheiben arbeiten 16 Phosphor-Laser-Beamer.
  • Full-HD mit einer Auflösung von über 36 Millionen Pixeln
  • äußerst kontrastreiche, scharfe Darstellung für realistische Simulation auch schwieriger Sichtverhältnisse (z. B. Nachtübungen oder dunstige Wetterlage)

 

Beim vorherigen System schaffte die doppelte Anzahl an Projektoren nur eine weit geringere Auflösung. Durch die Umstellung der zuvor analogen Technik auf Digitaltechnik konnte u. a. die Hardware im Gestellraum auf 10 % des alten Systems reduziert werden.

Hohe Anforderungen auch an die Simulations-Software

Anders als ehemals bei der Deutschen Bundeswehr gehen Ausbilder und Schüler die Übungssequenzen anschließend im Debriefing-Raum noch einmal durch. Hierbei können die Ausbilder jetzt auch in die Übungen eingreifen und die Auswirkungen veränderter Anweisungen simulieren. Entsprechend aufwändig gestaltete sich die Softwareanpassung seitens des Viscon-Partners UFA. Zudem sollte die Simulator-Software an den zwei DFS-Standorten Kaufbeuren und Langen identisch sein. Das bedeutet im Ergebnis: Die neue „What-if“-Funktion kann nun hier wie dort zum Einsatz kommen, das System kann insgesamt auf einem einheitlichen Stand gehalten werden.

Pünktliche Realisierung in kurzer Zeit

Im Januar trafen sich die Verantwortlichen zu einem ersten Workshop. Nach vier weiteren Meetings mit Ausbildungsleitern, Lehrern, Technikern und Vertretern der Bundeswehr wurde Ende April ein Anforderungskatalog definiert und UFA mit der Erweiterung der Simulationssoftware beauftragt. Für die softwareseitigen Anpassungen wurden kurze fünf Monate eingeräumt. In der Regel nehmen solch umfangreiche Software-Anpassungen drei Jahre in Anspruch.

Im November konnte das Projektteam mit dem Rückbau der alten Systeme und dem Aufbau des neuen Simulators beginnen. Bereits zum Jahresende war der Aufbau abgeschlossen. Auch hier: ein äußerst enges Zeitfenster.

Wir bedanken uns für die reibungslose Zusammenarbeit mit den Experten der Deutschen Flugsicherung und den involvierten Technikern vor Ort!

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